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Differenzkontrakte und CFD-Handel. Was sind CfDs?

22. November 2017 Keine Kommentare
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cc by flickr / f650biker

Der Begriff CFD steht für Differenzkontrakte und besitzt vor allem beim CFD-Trading eine wichtige Bedeutung. Unter CFDs lässt sich eine bestimmte Art derivatives Trading verstehen. Die am Trading beteiligten Personen versuchen, einen möglichst potentiellen Gewinn zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, spekulieren sie auf steigende bzw. fallende Kurse, welche aus internationalen Finanzmärkten oder Finanzprodukten resultieren. Dies können beispielsweise Indizes, Währungen, Staatsanleihen, Rohstoffe oder Aktien sein.

Differenzkontrakte und CFD-Handel
CFDs bzw. Differenzkontrakte sind der zentrale Handelspunkt beim CFD-Trading. Anders als beim herkömmlichen Trading setzen die beteiligten Personen gezielt auf steigende bzw. fallende Kurse von internationalen Finanzprodukten oder Finanzmärkten, um einen hohen Gewinn zu erzielen. Somit bestehen CFDs hauptsächlich aus Aktien, Währungen, Staatsanleihen, Indizes und Rohstoffe von internationalen Markt. Das CFD-Trading ist allerdings nicht kostenlos. Wird ein Trade eröffnet und geschlossen, fällt jeweils eine Kommissionsgebühr an, welche die beteiligten Personen bezahlen müssen.

Der CFD-Handel besitzt im Vergleich zum herkömmlichen Handel wesentliche Vorteile. Die beteiligten Personen handeln bei ihm auf Margin. Ebenfalls steht es ihnen frei, shot zu gehen bzw. zu verkaufen, wenn sie möchten. Dies ist beispielsweise bei fallenden Kursen praktisch, um den potentiellen Gewinn möglichst hoch zu halten. Ebenso können die beteiligten Personen long gehen bzw. kaufen, wenn sie glauben, dass die Kurse wieder steigen werden. Somit erhalten die Personen einen niedrigen Startkurs und können einen hohen Gewinn erzielen, wenn der Kurs weiterhin steigt bzw. gleich bleibt. Manche Personen sichern sich zudem mit CFDs ihr bestehendes physisches Portfolio.

Funktionsweise von CFDs
CFDs unterscheiden sich durch andere Tradingoptionen durch die Tatsache, dass nicht mit zugrundeliegenden Werten wie etwa einem Währungspaar, einem Rohstoff oder einer tatsächlichen Aktie gehandelt wird. CFD-Anbieter ermöglichen in der Regel den Zugriff zu tausenden internationalen Märkten. Bei diesen wählen die am Trading beteiligten Personen eine bestimmte Anzahl Einheiten eines bestimmten Instruments oder Produkts aus und kaufen diese im Anschluss. Die ausgesuchten Einheiten können ebenso jederzeit wieder verkauft werden, wenn der Kurs fällt bzw. steigt. Jedes erworbene Produkt, dessen Kurs steigt, bedeutet zugleich einen Anstieg des Gewinns. Fällt der Kurs der ausgewählten Einheiten allerdings, kann ein Verlust entstehen. Der Verlust kann letztendlich die Höhe der Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen, sodass der CFD-Handel ein gewisses Verlustrisiko birgt.

Die Bedeutung von Margin und Hebel bei CFDs
Bei CFDs handelt es sich stets um Hebelprodukte. Dies bedeutet, dass lediglich ein kleiner Prozentsatz des anfallenden Gesamtwerts des Handels hinterlegt werden müssen. Sobald dies geschieht, wird eine Position eröffnet. Dieser Vorgang wird fachsprachlich “Handeln auf Margin” bzw. Marinalanforderung genannt. Geschieht ein Handel mit Hebel, kann der Fall eintreten, dass der Verlust den zu Beginn investierten Betrag wesentlich übersteigt.

Kosten beim CFD-Trading
Beim CFD-Trading fallen zahlreiche Gebühren und Kosten an, welche die beteiligten Personen zu bezahlen haben. Dies sind der Spread, die Haltekosten, die Marktdatengebühren sowie die Kommissionen. Der Spread muss wie bei allen anderen Märkten ebenfalls entrichtet werden. Er ist die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufkurs. Die Haltekosten allen an, wenn die Position eines Produkts nach 17 Uhr New Yorker Zeit weiterhin gehalten wird. Der Haltezinssatz wird für jedes Produkt einzeln kalkuliert und besitzt deshalb keine feste Höhe. Marktdatengebühren sind zu entrichten, wenn ein Trading geschieht oder ein Einblick in die Kursdaten für Aktien-CFDs gewünscht sind. Hierzu muss immer ein gebührenpflichtiges Kursdaten-Abonnement aktiviert werden. Kommissionen gelten hingegen nur für Aktien. Die Kommissionsgebühr auf deutsche Aktien während dem CFD-Trading besitzt eine Starthöhe von 0,05 Prozent der gesamten Positionsgröße. Zugleich fällt eine Mindestkommissionsgebühr von 5 Euro an.

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Das verdienen die Deutschen

11. Dezember 2011 Keine Kommentare

Angestellten Gehalt 224x300 Das verdienen die Deutschen

Angestellten Gehalt - flickr/Sarah_Ackerman

Studiert man den Wirtschaftsteil der Tageszeitungen und die Abendnachrichten im TV, so zeichnet sich ein munteres Wechselspiel zwischen Rezession und Aufschwung in Deutschland ab. Negative Prognosen werden nach einigen Monaten von positiven Vorhersagen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung abgelöst, bis das “Spiel” sich oft ebenfalls nach wenigen Monaten schon wieder umkehrt. Wie ist die Lage aber bei den Bürgern und deren monatlichem Verdienst? Bei wem kommt im Geldbeutel genug an für ein Leben mit viel Komfort und wer muss eher jeden Cent zweimal umdrehen?

Mit erheblichem gesellschaftlichen Renommee ist nach wie vor der Beruf des Arztes verbunden. Dennoch sank deren Lohn in den letzten 20 Jahren um rund die Hälfte ab, wenn man die Inflation in die Berechnung einbezieht. Insoweit ist es fast schon erstaunlich, dass die “Halbgötter in Weiß” auch heute noch die unangefochtenen Bestverdiener in Deutschland darstellen.

Gleichfalls komfortabel stellt sich die Lage für Angestellte im öffentlichen Dienst und für Beamte dar. In den letzten beiden Jahrzehnten stieg ihr Einkommen auch unter Einberechnung der Inflation kontinuierlich an. Insbesondere die Verwaltungsfachleute erklommen daher bislang ungeahnte Höhen und markieren nunmehr nach den Ärzten die am zweitbesten verdienende Gruppe in Deutschland. Ihnen folgen im Übrigen Geschäftsführer (Rang 3) sowie Unternehmensberater (Rang 4).

Eine weniger einheitliche Linie lässt sich bei einer weiteren, relativ angesehenen Berufsgruppe ausmachen. Anwälte in Deutschland (Rang 5) verdienen nur dann sehr gut, wenn sie in wirtschaftlich sehr gesunden Kanzleien arbeiten, wobei die dort geforderten Arbeitszeiten das Jahreseinkommen von 60.000 bis 80.000 Euro bei näherem Hinsehen und Nachrechnen doch erheblich relativieren. Ganz anders gestaltet sich die Situation jedoch beim Großteil der Anwälte, die die Universitäten nicht mit Top-Noten verlassen haben. Trotz eines Studiums von insgesamt wenigstens sechs Jahren verdienen sie oft kaum mehr als ein Kassierer im Supermarkt.

Auch auf den nachfolgenden Rängen ist einige Bewegung über die letzten 20 Jahre zu verzeichnen. Auf die Anwälte folgen mittlerweile Makler, die im Jahr 1990 gerade mal den 29. Rang in der Gehaltshierarchie eingenommen hatten. Hochschullehrer, die zum Zeitpunkt ihres Rufes auf eine Professur nicht selten über 40 Jahre sind, folgen sodann auf Rang 7 unmittelbar vor den Bauingenieuren (Rang 8) und den Architekten (Rang 9). Das Schlusslicht der Top-Ten wird von den Maschinenbauingenieuren gestellt, die insoweit einen verschmerzbaren Abstieg hinnehmen müssen (Rang 8 im Jahr 1990).

Aufschlussreich ist auch eine Betrachtung der Einkommensverteilung aus dem Blickwinkel des Alters der Beschäftigten. Diesbezüglich lässt sich feststellen, dass ältere Arbeitnehmer im Schnitt mehr hinzuverdienen konnten als jüngere Kollegen. Dies gilt indes nur eingeschränkt im Bereich der Führungsaufgaben; denn Angestellte in Führungspositionen konnten ihr Bruttoeinkommen um beachtliche 18 Prozent steigern.